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Technik in unserer Gesellschaft – Werte und Wirken verantwortlich vernetzen

Wir leben in Deutschland und Europa in einer Zeit des Friedens und des Wohlstands. Wir nutzen die Fortschritte der Technik für unsere Mobilität, für Kommunikation, für Energie und für Gesundheit sowie unseren Komfort im Alltag. Auf diese Errungenschaften der Technik möchten und wollen wir nicht verzichten. Wir haben diese angenehmen Seiten liebgewonnen.

Auf der anderen Seite werden Auswirkungen der Technik von unserer Gesellschaft kritisch(er) gesehen: z.B. Umweltbelastungen aus CO2 oder die Langzeitfolgen der Radioaktivität.

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Dipl.-Ing. Otto Klatte
Präsident des Hanseatischen Ingenieurs Club  (HIC)
Hamburg Januar 2015

 

 

Ein Science Center für Hamburg
Technik besitzt einen hohen Einfluss auf die Gestaltung unseres Gesellschaftsmodells und seine praktische Umsetzung. Ihre Innovationskraft hat prägenden Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung.
Technische Innovation hängt ab von hoher technischer Kompetenz, der Verfügbarkeit ausreichender technisch qualifizierter Kapazitäten und guter allgemeiner Bildungsangebote zur Unterstützung der gesellschaftlichen Akzeptanzprozesse. Mit Sorge verfolgt der HIC die zunehmenden Klagen von Unternehmen über Schwierigkeiten bei der Beschaffung technisch ausgebildeten Personals.
Viele Städte haben sich entschlossen, ihr Bildungsangebot um ein Science Center zu ergänzen, das über alle Altersphasen die Möglichkeit der experimentell unterstützten Information über naturwissenschaftliche und technische Grundlagen und Konzepte bietet. Hingewiesen sei hier auch auf große Hafenstädte wie Shanghai, Singapur und Amsterdam.

Mit dem Anspruch, eine Innovationshauptstadt zu werden, ist das Fehlen eines Science Centers eine deutliche Lücke im Bildungsangebot der Metropolregion Hamburg. Auf die zusätzliche Attraktion im Tourismusangebot sei nur hingewiesen. Der HIC plädiert wegen der hohen bildungspolitischen Bedeutung für eine Neubelebung dieses Projektes, nachdem 2006 intensive Vorüberlegungen wohl aus Kostenüberlegungen abgebrochen wurden. Der Arbeitskreis hat das Thema deshalb in die Liste seiner geplanten Aktivitäten aufgenommen.


Prof. Dr-Ing. Eckart Kottkamp
Technik-Bildung und -Akzeptanz

 

 

Weitere Aktivitäten

Technik-Bildung und -Akzeptanz

Sitzung am 20. Juli 2015
In der Sitzung wurde der Status des 2012 mit den Leitungen der Hamburger Senatsbereiche BWF, BSB und BWVI verabredeten Projekts „Ingenieurmangel“ besprochen. Von den gemeinsam identifizierten Handlungsfeldern

1) Übergang Schule/Hochschule

2) Übergang Hochschule/Beruf

3)Vermittlung der gesellschaftlichen Bedeutung von Technik für die Metropolregion Hamburg

ist für das Handlungsfeld 1 zum 1.Juli 2014 der Bericht der dazu einberufenen Arbeitsgruppe „Sicherung des MINT-Nachwuchses“ vorgelegt worden. Vorgeschlagen wird darin für die naturwissenschaftlichen und technischen Ausbildungsgänge der staatlichen Hamburger Hochschulen die Einführung eines abgestimmten online-basierten Orientierungstests Mathematik ab Wintersemester 2015/16.

Der Arbeitsausschuss spricht sich für eine Fortsetzung des Projektes auch in der neuen Legislaturperiode aus. Er schlägt eine Erweiterung des Projektes um das Handlungsfeld

 4) „Weiterbildung „ vor.

Für besonders wichtig hält er die Bearbeitung des Handlungsfeldes 3, weil aus Sicht des HIC

– ein besseres Verständnis der gesellschaftlichen Bedeutung von Technik für eine notwendige  Steigerung des Interesses von Schulabgängern an technischen Berufen bedeutsam ist und

– eine Verbreitung der Urteilsfähigkeit der Bevölkerung bei Akzeptanzprozessen technischer Projekte  durch  eine erweiterte Kenntnis der Zusammenhänge angestrebt werden sollte.

Diskutiert wurde im Rahmen der Aussprache über das Handlungsfeld 3 auch erneut der als notwendig angesehene  Aufbau eines Science Centers in Hamburg. Der HIC ist der Meinung, dass mit einem solchen Center eine wichtige Bildungsinstitution  im Bereich Technik und Gesellschaft eingerichtet würde. Der HIC wird die neue Leiterin der BWF, Frau Senatorin Fegebank, zur Erläuterung  seiner Vorstellungen um ein Gespräch bitten.

Besprochen wurde auch der wachsende Mangel an Facharbeitern mit technischer Berufsausbildung. Hier sollen Gespräche mit entsprechenden Institutionen aufgenommen werden, um sich in einer ersten Phase ein ausführlicheres Bild über die Sachlage zu verschaffen.

Prof. Dr-Ing. Eckart Kottkamp

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